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Farben trinken? Zahlen hören?

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Bei der Vorbereitung für einen Vortrag über Körperintelligenz bin ich in meinem Bücherregal wieder mal auf einen noch nicht ganz gehobenen Schatz gestoßen:

Charles V. W. Brooks: Erleben durch die Sinne

Ja warum eigentlich verbinden wir „Geist“ mit  dem Intellektuellen und „Körper“ mit dem sinnlichen Erleben? Wozu diese künstliche Trennung, wo ich doch das Gefühl habe, dass sich in mir alles zu einem organischen Ganzen fügt? Und nebenbei bemerkt, wenn mir diese Einheit gelingt, ich auch die besten Ergebnisse erziele… Beim Betrachten von Bildern hatte ich schon oft die Wahrnehmung, bestimmte Farben regelrecht in mich hineinzusaugen, manchmal überkommt mich ein richtiger Farbendurst und ich stöbere in Geschäften nach einem Kleidungsstück in einem gewissen Rot. Das Merken von Zahlenreihen war bei mir schon immer mit einem gewissen Klang und Rhythmus dieser einen Zahlenkombination verknüpft. Wehe, man bringt mich in der Reihe vor dem Bankautomaten aus dem Takt! Mir ist aber auch schon passiert, dass ich an einem Automaten, der vom Autofenster aus zu bedienen war, wieder unverrichteter Dinge abziehen musste. Offenkundig behinderte ich mich im Sitzen selbst beim Denken…

Andererseits habe ich eine Freundin, die mich verwundert gefragt hat: Wie, bei Dir ist eine 9 nicht gelb? Und die 5 nicht lila? Und welche Farbe hat bei Dir die 3? Und wie merkst Du Dir dann Deine Geheimnummer?  Es scheint eine Menge Möglichkeiten zu geben, die Sinne beim Denken einzusetzen… Und lustigerweise kommen wir selten auf die Idee, dass andere Leute ganz anders denken und empfinden könnten…

 

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