Artikelformat

Den Stillstand genießen

1.708 Kommentare

Nach der letzten Feldenkraisstunde habe ich etwas Wesentliches kapiert. Ich habe mein „Ziel“ – das geschmeidige Gehen losgelassen, weil mich das stille Stehen auf einer Stelle viel mehr fasziniert. In den letzten Wochen habe ich beobachtet, wie sich in meinem Körper Stück für Stück die Statik verändert hat. Nun stehe ich ganz anders auf den Füßen, weiter vorne – mit dem Effekt, dass sich mein Nacken nun viel länger anfühlt. Vielleicht verkrampfe ich ihn nicht mehr? Mir fällt dazu das Wort hartnäckig ein, und es erscheint mir gar nicht mehr erstrebenswert, so zu sein. Leichtfüßig gefällt mir da schon viel besser. Aber auch bodenständig.

Anscheinend ist gerade nicht die Zeit, mich irgendwohin zu bewegen. Das hab ich beinahe mein Leben lang getan. Das Unterwegssein war meine Lebensform. Jetzt bin ich schon da, wo ich hingehöre und muss nicht mehr weiterziehen. Dieses neue Gefühl will ich erst mal eine Weile auskosten. Und einfach stehenbleiben.

Schreibe eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.