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Wünsch Dir was – PF 2013*

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Das Neue Jahr will ich doch gleich mal mit einem flammenden Wunschritual beginnen. Wir haben es gestern Abend ausprobiert, es funktioniert garantiert ohne dass die Bude abbrennt. Trotzdem ist es eher etwas für ruhigere Gemüter, die sich an Regeln halten können. Falls Ihr Kinder habt, ist es eine gute Gelegenheit, ihnen den richtigen Umgang mit Feuer beizubringen.

Man oder frau nehme: 1. handels-übliche Teebeutel zum Selberbefüllen, oben und unten so aufgeschnitten, dass man sie als kleine Zylinder aufstellen kann. 2. einen feuerfesten Teller als Unterlage. 3. einen Bleistift, um die Wünsche auf das Papier zu schreiben. 4. Zündhölzer.
Bitte darauf achten, dass keine leicht brennbaren Gegenstände wie ein dürrer Weihnachtsbaum oder irgendwelches Deko-Zeug in der Nähe rumstehen oder von der Decke baumeln.

Wenn die Wünsche auf die Tütchen geschrieben sind (Konzentriere Dich auf einen einzigen Herzenswunsch oder schreib so viele auf, wie dir einfallen, du wirst sehen, dass die Ideen nur so sprudeln, wenn du einmal angefangen hast!), dann wird das Papier einmal zusammengeknüllt und wieder glattgestrichen. Es lässt sich dadurch besser zu einem kleinen Papierzylinder formen, der dann auf die feuerfeste Unterlage gestellt wird. Immer nur 1 Wunsch-papier auf den Teller stellen!

Dann das Papiertütchen am besten mit einem Zündholz an den beiden Nahtstellen des Beutels anzünden, damit es gleichmäßig abbrennen kann. Achtung, beim Ausblasen des Streichholzes nicht in Richtung des Wunschpapiers blasen! Das fällt sonst um und der Wunsch kann nicht in den Himmel steigen… was sehr schade wäre… Und nicht dass jetzt jemand aus dem Zimmer rennt, um sicherheitshalber den Feuerlöscher zu holen und dabei ordentlich Zugluft verursacht. Auch nicht gut!

Jetzt kann das Ritual beginnen! Das Wunschpapier brennt innerhalb weniger Augenblicke ab, das Feuer verwandelt die Wünsche und erhebt sie wie von Zauberhand in die Luft!
Nach einem kurzen Augenblick der Spannung segeln ein paar graue Aschefäden wieder zum Boden zurück, die man leicht auffangen kann. Die kann man dann z.B. in den Nachthimmel blasen… (Keine Angst, es fliegt kein brennendes Papier durch die Luft, sondern nur das kurz glimmende Aschegerüst des Papiers).

Unsere Wünsche waren so kraftvoll und schnell, dass sie einfach nicht fotografiert werden konnten. Nur die Reste sind hier noch zu sehen.

Ob sie in Erfüllung gehen werden? Das Wichtige bei jedem Wunschritual ist ja, dass Du Dir überhaupt erstmal darüber klar wirst, was Deine Wünsche sind und diese auch formulierst, in welcher Weise auch immer. Die konkrete Wunscherfüllung soll dann nicht mehr Deine Sache sein…

Wir haben spaßeshalber noch ein zweites Ritual gepflegt, auf das mich Eva in ihrem Beitrag auf dem SOCORRO-Blog gebracht hat. Wer im Neuen Jahr auf Reisen gehen will, stellt in Ecuador einen leeren Koffer in die Nähe der Tür. Bei uns standen ein Rucksack, zwei Koffer – ja und gerade noch rechtzeitig habe ich noch die Motorradkoffer aus dem Keller geschleppt.

Ein glückliches Neues Jahr 2013 und dass Eure Wünsche in Erfüllung gehen!

*PF (gespr. pe-eff, nicht pfh!) bedeutet übrigens „Für das Glück“ (aus dem Französischen „pour feliciter“) und ist der traditionelle Neujahrswunsch in Tschechien.

 

 

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