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Bilanz des Winters

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So lange, kalt und dunkel habe ich schon langekeinen Winter mehr erlebt. Wollte ich doch schon im Februar nach draußen durchstarten und durfte dann die Erfahrung machen, dass zuerst noch einiges im Innen zu tun und zu lernen ist…

So habe ich meinen Wissensdurst gestillt und einen ganzen Stapel von interessanten Büchern gelesen. Eines schlägt jeweils den gedanklichen Bogen zum nächsten oder verbindet bisherige Erkenntnisse und Erfahrungen miteinander. Von gewaltigen Familiengeschichten (Jindrich Mann, Josef Bierbichler, Sándor Márai) über kluge Philosophinnen (Natalie Knapp, Heidemarie Bennent-Vahle), ein Abstecher zu Reiseberichten (Carmen Rohrbach, Maximilian Dorner), hin zu körperintelligenten Anregungen (Thomas Hanna, Janet Goodrich, Marc David) und was natürlich immer Nahrung für die Seele ist: das neue Steinebuch von Luisa Francia.

Winterwetter ist natürlich auch ideal für Kinobesuche, die habe ich auch reichlich genossen und kann wärmstens empfehlen: The Sessions, Vergiss mein nicht, Nachtzug nach Lissabon und Die Wohnung. Genauso lässt es sich vortrefflich vor dem heimischen Computer zubringen und in virtuelle Welten entschwinden. So habe ich bei ElmaStudio mein Bloggerinnen-KnowHow aufgemöbelt und dank großzügiger Unterstützung mir völlig unbekannter netter Menschen einiges dazugelernt. Vor allem auch, die richtigen Fragen zu stellen. Was nicht nur in der Computerwelt sinnvoll ist…

Und dann kann ich jetzt – quasi aus dem Handgelenk – köstliche Madeleines backen, nach den wie immer herzerfrischenden Anregungen von Ilse. Und nicht zuletzt: da wir uns dieses Jahr in ein wunderbares Vogel-Futterhäuschen verliebt haben, kann ich nun Girlitz, Buchfink, Drossel, Dompfaff, Zaunkönig und Haubenmeise auseinanderhalten.

Doch gar keine so schlechte Bilanz für diese Zeit des Fröstelns. Aber jetzt darf er kommen, der Frühling!

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I see you! Was bleibt von Berlin…

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Ich schreibe diesen Artikel nun Monate nach dem SIETAR-Forum im September.  Die Eindrücke, Bilder, Gedanken und Begegnungen begleiten mich immer noch. Seither hat mein gefühltes Lebenstempo so zugenommen, dass ich mir keine Zeit genommen habe, etwas aufzuschreiben. Doch gerade das ist auch interessant. Gleich nach einer tollen Veranstaltung fühle ich mich schon gerne mal  „beflügelt“.

Was bleibt aber auf Dauer? Das Prägnanteste für mich war eine Randbemerkung einer Teilnehmerin bei einer der großen Forumsdiskussionen. Sie erzählte von einem Science-Fiction-Film, in dem sich die Protagonisten mit den Worten I see you begrüßten.

I would love to live in a society where people greet each other with these simple words…

…ist der Gedanke, der mir im Gedächtnis geblieben ist. Was passiert, wenn wir beginnen, uns nicht nur zu sehen sondern auch uns gegenseitig in all unseren Facetten wahrzunehmen? Und zwar erst einmal ohne Bewertung dessen, was wir da wahrnehmen? Wie oft gelingt mir das? Damit will ich ein bisschen experimentieren in nächster Zeit.

Was noch bleibt von Berlin ist die Erkenntnis, dass es gut für mich ist, wenn ich mir viele Pausen gönne, gerade wenn die Verführung groß ist, sich dem Strudel der Impulse zu ergeben. Spaziergang statt Plenumsdiskussion – einfach Abendessen statt Integral Art Dinner waren eine gute Idee.