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Zu früh gefreut? Meine Energie ist zwar wieder da, aber die Welt um mich herum will sich einfach nicht mit mir bewegen. Zumindest nicht so, wie ich es will. Stattdessen zwingt sie mir weitere Hindernisse auf. Schnee-schaufeln statt Bewegungsmedi-tation. Einheizen statt Durchlüften. Introspektion statt Weitblick. Warten statt Losstürmen. Rumtüfteln statt großzügigem Gestalten. Die begonnenen Projekte stottern so vor sich hin. Ich bin schon froh, wenn Kleinigkeiten gelingen. Ein Parkplatz zur rechten Zeit sich auftut. Das Hochladen eines Fotos endlich funktioniert. Man sich auf einen Termin einigt…

Was lerne ich in dieser Zeit?

Das genaue Hinschauen und Prüfen. Denn manches meiner technischen und sonstigen Problemchen habe ich durch meine eigene Gedanken-losigkeit verursacht. Genauigkeit in den kleinen Dingen lohnt sich!

Das Fokussieren auf das Wesent-liche. Welche Handlungen bringen mich meinen Zielen näher? Welche bringen mich vom Weg ab? Und da ich meine Ziele klarer fasse, kann ich mich auch leichter entscheiden. Welcher Termin ist wichtig? Soll ich diese oder jene Fortbildung belegen? Will ich da überhaupt hin? Was will ich garantiert so nicht mehr? Was anstelle dessen?

Das Loslassen von Gedanken und Vertrauen in das was kommt. Ich kann den Lauf der Dinge nicht beschleunigen, keine Nachrichten erzwingen. Kann nur mich um das Meine kümmern. Und auf die Energie der anderen vertrauen.

Das Träumen, das Imaginieren, das Rufen und Wünschen. In der schein- baren Ereignislosigkeit fliegen mir Impulse zu, Schätze, die ich noch heben will. Gedankensplitter, die sich jetzt zu einem Sinn verbinden. Was habe ich gestern bei Marc David in The Slow Down Diet gelesen:

„Whatever you believe is the disease is actually the cure, …“

Danke für dieses Lesevergnügen in zweierlei Hinsicht: die ehrliche, humorvolle und undogmatische Sprache und die Erkenntnisse, die auf der Stelle für Erleichterung und Lebensfreude sorgen. Mein erstes Buch in englischer Sprache, das ich von vorn bis hinten durchgelesen und verstanden habe! Yess!

 

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Das Licht kehrt wieder

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Gestern war Lichtmess – der alte Feiertag, an dem man, zumindest auf dem Lande, für die Dienste des vergangenen Jahres ausbezahlt wurde und man sich eine neue Anstellung gesucht hat oder sich für ein weiteres Jahr am alten Platz verpflichtet hat. Ein bedeutsamer Tag, der in unserer industrialisierten temporeichen 24/7-Welt kaum noch wahrgenommen wird. Und doch: Seit ein paar Tagen gewinnt das Tages- licht deutlich an Kraft, der Winter ist überwunden. Jetzt kommt es ans Licht: was die eisigen Tage im Garten überlebt hat, was sich schon aus der Erde traut, auch was schon lange aufgeschoben wurde und nach Beachtung ruft. Unvollendete Projekte, überflüssige Ordner, alte Bücherkisten, verdrängte Formalitäten. Auch manche liebgewordene Überzeugung wirkt im Licht des neuen Jahres auf einmal gar nicht mehr so glaubwürdig und verlangt nach Überprüfung.

Auch wenn der Januar immer sehr laut daherkommt und alle von ihren Vorsätzen für das Neue Jahr reden. Alles was im Januar passiert, findet noch im Innen statt, kaum jemand ist schon bereit zu großen Taten. Der Januar besteht aus Bilanzieren und Aufräumen, aus Sichten und Ordnen, aus Reparieren, aus Loslassen und neue Perspektiven ins Auge fassen. Keine Zeit ist so geeignet, um noch einmal Atem zu holen, das eigene Gepäck zu erleichtern, hinderliche Gewohnheiten abzustreifen. Nie wieder im ganzen Jahr lockt das Licht so verheißungsvoll, ruft eine solche Freude in mir hervor. Meine Seele sehnt sich nach Farben und Düften, der Geist nach Anregung und Austausch, der Körper nach Bewegung.

Jetzt kannst Du ruhig kommen, 2013. Meine Kräfte sind wieder da!